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«Der Terrorist Bush soll gehen»
Par Bill Van Auken
Mondialisation.ca, 24 avril 2007
Global Research 10 avril 2007
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In einer Grossdemonstration zum 4. Jahrestag des Falls von Bagdad unter den US-Invasionstruppen marschierten Hunderttausende Iraker am Montag in die Stadt Najaf, um eine Beendigung der amerikanischen Besetzung ihres Landes zu fordern.

Zahlreiche Gruppen mit Männern, Frauen und Kindern ? es wehten Irak-Flaggen als Aufforderung zur nationalen Einheit gegen die Besetzung ? marschierten hinter Bannern, auf denen geschrieben stand: «Nieder mit Bush, nieder mit Amerika». Andere verbrannten amerikanische Flaggen oder stampften darauf mit ihren Schuhen.
 
Die überwältigende schiitische Demonstration, zu der Muqtada al-Sadr aufgerufen hatte, war die grösste, die Najaf seit der Okkupation 2003 gesehen hatte. Die Marschierenden sangen: «Nein, nein, nein für Amerika [?] Muqtada ja, ja, ja», «Ja für den Irak, ja zur Souveränität, nein zur Okkupation» und «Der Terrorist Bush soll gehen». Der grosse Demonstrationszug begann ausserhalb einer Moschee in Najafs Partnerstadt Kufa und bewegte sich gegen das Zentrum von Najaf, das für die Schia als heilige Stadt gilt.

Am Vorabend der Demonstration hatte al-Sadr einen Aufruf an irakische Söldner und Polizisten gerichtet, nicht an der Seite der Amerikaner gegen die Religionsangehörigen in der Mahdi-Armee, die der Shia-Miliz gegenüber loyal ist, zu kämpfen. Als offenkundiges Zeichen für die Macht eines solchen Aufrufs nahmen Söldner und uniformierte Polizisten in hoher Zahl an der Demonstration teil.

Der Aufruf kam während heftiger Kämpfe, die am Freitag ausgebrochen waren, als US-Truppen und irakische Truppen Diwaniya belagerten, eine Stadt mit über 400 000 Einwohnern, 110 Meilen südlich von Bagdad.

Ein krasser Hinweis auf die Tiefe des Misstrauens, das vom US-Militär gegenüber den irakischen Sicherheitstruppen empfunden wird, war in der Form eines Flugblatts vom Himmel gefallen, das über die Stadt gestreut wurde, und auf dem die lokale Polizei davor gewarnt wurde, dass sie, wenn sie waffentragend in der Stadt gesehen würden, beschossen würden.

Die Kämpfe, von amerikanischen Kommandeuren als Operation Schwarzer Adler bezeichnet, bestanden aus Luftschlägen durch amerikanische Kampfflugzeuge. Bei einem Raketenangriff wurde ein Haus zerstört, worin mindestens sechs Menschen den Tod fanden, darunter zwei Kinder und eine Frau. Ebenfalls kreisten Kampfhelikopter über dem dichtbesiedelten Stadtgebiet. Truppen, die, wie berichtet wurde, zur Mahdi-Armee gehörten, haben mindestens einen US-Panzer und zwei bewaffnete Hummer im Anfangsstadium der Kämpfe zerstört.

Es gab Berichte über Hunderte von Toten und Verletzten. Die irakische Presse zitierte Dr. Hamid Ja?ati, den Geraldirektor der Gesundheitsbehörde in Diwaniya, der den US-Truppen den Auftrag gegeben hatte, die Ambulanztransporte der Verwundeten in die lokalen Spitäler zu unterstützen. Er erliess auch einen Aufruf für schnellstmögliche ­medizinische Nothilfe in der Stadt.

Übersetzt von: www.zeit-fragen.ch.

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